Abteilungslager 2011

Die Sage von Tschierv

Dieses Jahr bekam die Pfadi Winkelried einen ganz besonderen Auftrag. Laut unseren Informationen spukte es in Tschierv, einem kleinen Dorf im Münstertal. Als unsere Abteilungsleitung den Fall in Augenschein nahm, wurde entschieden, dass die gesamte Abteilung sich dieser Herausforderung stellen sollte.


Nach langen Vorbereitungen kam endlich der Tag der Abreise. Am 8. Oktober 2011 stand ein Haufen von Wölfen, Pfadis und Pios bereit, um sich auf den Weg nach Tschierv zu machen. Nach einer langen und ereignislosen Reise konnten wir endlich unsere Betten im Lagerheim beziehen. Unsere Küche kam verspätet (Vereinatunnel-Chaos lässt grüssen), doch dank des frischen Schnees, konnten wir uns super amüsieren. Nach dem Abendessen kam der gut aussehende Bündner-Bürgermeister (mit Berner-Dialekt) zum Überraschungsbesuch und brachte uns ein feines Dessert vorbei. Nach dem unsere Mägen gefüllt waren, konnten wir das erste Mal unsere gemütlichen Betten austesten.

Unserer Top Tages-Zeitung, welche jeden Morgen frisch gedruckt im Briefkasten lag, konnten wir unseren ersten Anhaltspunkt entnehmen. Im Dorf lebte ein alter und weiser Mann, welcher schon seit Beginn der Spuck-Geschichte im Tschierv lebte. Der Zufall ergab sich, dass er am Sonntag vor der Kirche eine Autogrammstunde gab. Nachdem wir die Hinweise des Weisen im ganzen Dorf zusammengesucht hatten, wurde uns die gesamte Geschichte um die Sage von Tschierv erzählt. Vom Weisen erfuhren wir, dass der Sumpf nahe Tschierv von Geistern heimgesucht werde. Das Leiterteam entschied sich, den Sumpf am nächsten Tag zu untersuchen. Doch durch das plötzliche Auftauchen des Bürgermeisters wurde das Vorhaben der Pfadis vorerst verhindert. Nachdem der Bürgermeister, welcher gleich zum Essen blieb, endlich gegangen war, zogen die mutigen Pfadis los um den spukenden Sumpf zu untersuchen. Doch sie fanden nichts…


Um unseren Pfadis auch etwas für die Ewigkeit mit zu geben, haben die Leiter am Dienstag mit ihnen einen kleinen „Techblock „ durchgeführt. Manche konnten das Gelernte auch gleich am nächsten Tag auf der Tageswanderung einsetzen. Als wir unser Ziel, den kleinen See bei der Alp da Mund, direkt über Tschierv erreicht hatten, fanden wir eine Quittung, welche den Bürgermeister plötzlich als Verdächtigen aussehen liess. Die Quittung bewies nämlich, dass der Bürgermeister zusammen mit einer militärischen Firma Experimente bei der Alp da Mund durchgeführt hatte. Sollte etwa wegen diesen Experimenten der Spuck begonnen haben?

Scheinbar waren wir des Rätsels Lösung ganz nah, denn am Donnerstag-Abend wurden die Leiter niedergeschlagen und in ihr Zimmer gesperrt. Zusätzlich wurde ein Pfadi von drei maskierten Männern entführt. Doch das wollten sich die restlichen Pfadis nicht gefallen lassen. Zusammen mit dem tapferen Tell holten sie sich den entführten Pfadi zurück. Und damit nicht genug. Als sie wieder im Lagerhaus eintrafen, fanden sie die Brieftasche des Bürgermeisters am Tatort vorliegen. Sollte der nette Mann doch dunkle Absichten haben?


Dies bestätigte sich leider am Freitag, als der Bürgermeister zusammen mit einem Mitarbeiter der „Firma“ die Beweise im Sumpf vernichten wollten. Mit vereinten Kräften konnten jedoch beide gefasst werden und wurden der lokalen Polizei übergeben. So konnten sich die mutigen Winkis noch etwas entspannen, bevor es am Samstag wieder zurück nach Wallisellen ging.

Autor: Toad

 
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